© Segelflugschule Oerlinghausen 2017
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Wir wünschen allen Freunden und Gästen unseres Hauses eine unvergesslich schöne Zeit in der einzigartigen
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Wissenswertes, Fragen & Antworten

Wer war Robert Kronfeld ?

Robert Kronfeld wurde am 05 Mai 1904 in der Hauptstadt der K&K Monarchie Österreichs als Sohn eines Zahnarztes geboren. Er studierte an der Technischen Hochschule Wien und war zuerst begeisterter Alpinist und Wildwasserfahrer. Erst mit 23 Jahren engagiert er sich in der 1927 gegründeten JUNGFLIEGERGRUPPE, zeichnete sich durch herausragende fliegerische Begabung aus und wurde noch im gleichen Jahr auf einen Lehrgang der Rhön- Rositten-Gesellschaft nach Ostpreußen entsandt. Innerhalb weniger Wochen erflog er die Gleitflugabzeichen A,B und C, letzteres mit einem neuen Flugdauerrekord von über einer Stunde. 1928 folgte ein Fortgeschrittenen-Lehrgang auf der Wasserkuppe, das Engagement als Hilfsfluglehrer und der längste Flug des Jahres mit knapp 8 Stunden im Hangaufwind. Die enge Freundschaft mit Walter Georgi, dem führenden Meteorologen seiner Zeit und „Entdecker“ der Thermik, führte zu einem weiteren fliegerischen Höhepunkt. 1929 ist Robert Kronfeld der erste Segelflieger weltweit, der mit Hilfe eines Variometers Thermik fliegt und damit den bis dahin im Hangaufwind fixierten Segelflug von seinen topographischen Ketten befreit. Es folgten eine ganze Reihe von fliegerischen Errungenschaften: 1929 erster alpiner Hochgebirgsflug (Rax) 1929 erster Streckensegelflug über 100Km & UllsteinPreis 5000 RM. Gummisel-Start der „Wien“ (Spannweite 30m) nahe Ibbenbühren, 5 Stunden Flug entlang des Teutoburger Waldes und Landung nahe Detmold. 1929 4 Weltrekorde in 10 Tagen Strecken : 142,47 & 149,42 Kilometer Höhen : 2025 & 2560 Meter 1929 1. Platz im Rhön-Wettbewerb 1930 Schau- & Passagierflüge mit Windenstart in mehreren Ländern 1930 Gewinner des Hindenburg Pokals für seinen 100 Km-Rekordflug 1930 Weltrekorde 164,51 Kilometer (Strecke) & 2589 Meter (Höhe) 1931 Als erster Mensch überquert Robert Kronfeld den Ärmelkanals in beiden Richtungen an einem Tag und gewinnt den „DAILY MAIL“ Preis von £ 1000 1931 Segelflugleistungsabzeichen (Silber C) Nr. 1 1932 3. Platz im Rhön-Wettbewerb 1932 Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich 1934 Verleihung der Silver-medal durch die Lilienthal Society ? Air Force Cross 1933 nahm Robert Kronfeld als Mitglied der Delegation des Österreichischen Pfadfinderbundes am 4. Welt-Pfadfinder-Jamboree in Ungarn teil. Er war Beauftragter für die Jungflieger und Ehrenmitglied des Österreichischen Pfadfinderbundes. Im gleichen Jahr zwangen ihn sein jüdischer Glaube und die antisemitischen Gesetze des nationalsozialistischen Deutschen Reichs dieses zu verlassen. Er floh zuerst nach Österreich und 1934 nach Großbritannien. In England übernahm er die BRITISCH AIRCRAFT COMPANY und wurde Cheffluglehrer im Oxford University City Gliding Club. 1939 erwarb er die britische Staatsbürgerschaft, diente als Major in der Royal Air Force und wurde Staffelflührer. Er bekam das Air-Force-Cross für seine Verdienste als Testpilot in der AIRBORNE FORCES EXPERIMENTAL ESTABLISHMENT verliehen.

Von Robert Kronfeld geflogene Segelflugzeugmuster u.a.:

1929 „Wien“ 1930 „Austria“ 1932 „Austria II“ 1933 „Ku 7“ 1933 „Austria III“ Am 12. Februar 1948 verunglückte er bei der Erprobung von Langsamflugeigenschaften des Nurflüglers GENERAL AIRCRAFT GAL 56 in Lasham / Südengland. Ein ehemaliger Halifax-Bombers schleppte die GAL 56 auf 10.000 Fuß. Nach dem Ausklinken testeten Robert Kronfeld und ein Beobachter die Stalleigenschaften der GAL 56, als das Flugzeug plötzlich in einen unkontrollierten Sturzflug in Rückenlage überging. Beide Insassen verloren das Bewußtsein. In niedriger Höhe kam der Beobachter wieder zu sich, und rettete sein Leben durch einen Fallschirmabsprung. Robert Kronfeld jedoch, erlag seinen Verletzungen in Folge des Aufschlags. Mit der Gründung des „Robert-Kronfeld-Club“ setzten ihm die Briten eine bleibende Erinnerung. Aber auch in Deutschland & Österreich würdigte man seine außergewöhnlichen Verdienste um den Segelflug mit Straßennamen in Oerlinghausen, Detmold, Gerasdorf, Graz und Wien.

Weitere Würdigungen sind:

1961 Kronfeld-Gedächtnissegelflug von Innsbruck nach Kufstein mit Luftpostzeichen 1979 Robert-Kronfeld-Gedächtnispreis der Segelflugschule Oerlinghausen 1989 Robert-Kronfeld-Cup anlässlich der 21ten Segelflugweltmeisterschaften in Wiener Neustadt / Österreich 1990 Gedenkstein für den ersten Strecken-Segelflug über 100 Kilometer am Hermannshöhenweg nahe Riesenbeck / Deutschland 1994 Luftpostzeichen anlässlich RKs 90ten Geburtstag 2010 Robert- Kronfeld-Ausstellung im Österreichischen Pfadfinderbund mit Briefmarke und Luftpoststempel 2014 Pflanzung einer Obstplantage in Lasham / Südengland in Erinnerung an Robert Kronfeld und seinem Sohn.
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Robert Kronfeld wurde am 05 Mai 1904 in der Hauptstadt der K&K Monarchie Österreichs als Sohn eines Zahnarztes geboren. Er studierte an der Technischen Hochschule Wien und war zuerst begeisterter Alpinist und Wildwasserfahrer. Erst mit 23 Jahren engagiert er sich in der 1927 gegründeten JUNGFLIEGERGRUPPE, zeichnete sich durch herausragende fliegerische Begabung aus und wurde noch im gleichen Jahr auf einen Lehrgang der Rhön-Rositten-Gesellschaft nach Ostpreußen entsandt. Innerhalb weniger Wochen erflog er die Gleitflugabzeichen A,B und C, letzteres mit einem neuen Flugdauerrekord von über einer Stunde. 1928 folgte ein Fortgeschrittenen-Lehrgang auf der Wasserkuppe, das Engagement als Hilfsfluglehrer und der längste Flug des Jahres mit knapp 8 Stunden im Hangaufwind. Die enge Freundschaft mit Walter Georgi, dem führenden Meteorologen seiner Zeit und „Entdecker“ der Thermik, führte zu einem weiteren fliegerischen Höhepunkt. 1929 ist Robert Kronfeld der erste Segelflieger weltweit, der mit Hilfe eines Variometers Thermik fliegt und damit den bis dahin im Hangaufwind fixierten Segelflug von seinen topographischen Ketten befreit. Es folgten eine ganze Reihe von fliegerischen Errungenschaften: 1929 erster alpiner Hochgebirgsflug (Rax) 1929 erster Streckensegelflug über 100Km & UllsteinPreis 5000 RM. Gummisel-Start der „Wien“ (Spannweite 30m) nahe Ibbenbühren, 5 Stunden Flug entlang des Teutoburger Waldes und Landung nahe Detmold. 1929 4 Weltrekorde in 10 Tagen Strecken : 142,47 & 149,42 Kilometer Höhen : 2025 & 2560 Meter 1929 1. Platz im Rhön-Wettbewerb 1930 Schau- & Passagierflüge mit Windenstart in mehreren Ländern 1930 Gewinner des Hindenburg Pokals für seinen 100 Km-Rekordflug 1930 Weltrekorde 164,51 Kilometer (Strecke) & 2589 Meter (Höhe) 1931 Als erster Mensch überquert Robert Kronfeld den Ärmelkanals in beiden Richtungen an einem Tag und gewinnt den „DAILY MAIL“ Preis von £ 1000 1931 Segelflugleistungsabzeichen (Silber C) Nr. 1 1932 3. Platz im Rhön-Wettbewerb 1932 Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich 1934 Verleihung der Silver-medal durch die Lilienthal Society ? Air Force Cross 1933 nahm Robert Kronfeld als Mitglied der Delegation des Österreichischen Pfadfinderbundes am 4. Welt-Pfadfinder- Jamboree in Ungarn teil. Er war Beauftragter für die Jungflieger und Ehrenmitglied des Österreichischen Pfadfinderbundes. Im gleichen Jahr zwangen ihn sein jüdischer Glaube und die antisemitischen Gesetze des nationalsozialistischen Deutschen Reichs dieses zu verlassen. Er floh zuerst nach Österreich und 1934 nach Großbritannien. In England übernahm er die BRITISCH AIRCRAFT COMPANY und wurde Cheffluglehrer im Oxford University City Gliding Club. 1939 erwarb er die britische Staatsbürgerschaft, diente als Major in der Royal Air Force und wurde Staffelflührer. Er bekam das Air-Force-Cross für seine Verdienste als Testpilot in der AIRBORNE FORCES EXPERIMENTAL ESTABLISHMENT verliehen.

Von Robert Kronfeld geflogene

Segelflugzeugmuster u.a.:

1929 „Wien“ 1930 „Austria“ 1932 „Austria II“ 1933 „Ku 7“ 1933 „Austria III“ Am 12. Februar 1948 verunglückte er bei der Erprobung von Langsamflugeigenschaften des Nurflüglers GENERAL AIRCRAFT GAL 56 in Lasham / Südengland. Ein ehemaliger Halifax- Bombers schleppte die GAL 56 auf 10.000 Fuß. Nach dem Ausklinken testeten Robert Kronfeld und ein Beobachter die Stalleigenschaften der GAL 56, als das Flugzeug plötzlich in einen unkontrollierten Sturzflug in Rückenlage überging. Beide Insassen verloren das Bewußtsein. In niedriger Höhe kam der Beobachter wieder zu sich, und rettete sein Leben durch einen Fallschirmabsprung. Robert Kronfeld jedoch, erlag seinen Verletzungen in Folge des Aufschlags. Mit der Gründung des „Robert-Kronfeld-Club“ setzten ihm die Briten eine bleibende Erinnerung. Aber auch in Deutschland & Österreich würdigte man seine außergewöhnlichen Verdienste um den Segelflug mit Straßennamen in Oerlinghausen, Detmold, Gerasdorf, Graz und Wien.

Weitere Würdigungen sind:

1961 Kronfeld-Gedächtnissegelflug von Innsbruck nach Kufstein mit Luftpostzeichen 1979 Robert-Kronfeld-Gedächtnispreis der Segelflugschule Oerlinghausen 1989 Robert-Kronfeld-Cup anlässlich der 21ten Segelflugweltmeisterschaften in Wiener Neustadt / Österreich 1990 Gedenkstein für den ersten Strecken- Segelflug über 100 Kilometer am Hermannshöhenweg nahe Riesenbeck / Deutschland 1994 Luftpostzeichen anlässlich RKs 90ten Geburtstag 2010 Robert-Kronfeld- Ausstellung im Österreichischen Pfadfinderbund mit Briefmarke und Luftpoststempel 2014 Pflanzung einer Obstplantage in Lasham / Südengland in Erinnerung an Robert Kronfeld und seinem Sohn.
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